4 Chatbots im Test

Chatbot_Test

Chatbots sind gerade in aller Munde. Und das scheinbar zu Recht, denn nach der Prognose des Zukunftsforschers Sven Gabor Janszky, werden diese ab 2020 den Kundenservice dominieren, sodass wir 2022 sogar lieber mit Chatbots als mit menschlichen Mitarbeitern kommunizieren. Wir haben das zum Anlass genommen, einige Chatbots des Messengers Telegram unter die Lupe zu nehmen.

4 Chatbots im Test

Der Wetter-Bot: Brauchen wir noch Wetter-Apps?

Als erstes wollte ich weder mich noch die Bots überfordern und daher habe ich mich für einen einfachen Wetter-Bot mit dem Namen Weatherman entschieden, der das Wetter in der Rhein Main Region anzeigen sollte. Nach dem Start spricht der Chatbot mich direkt mit Namen an und fragt nach meiner Landessprache. Obwohl ich Deutsch ausgewählt habe, spricht der Bot weiterhin auf Englisch. Später merke ich, dass die meisten Bots nur Englisch oder Russisch verstehen. Kein Wunder, da der Messenger von den beiden russischen Brüdern Nikolai und Pawel Durow ins Leben gerufen wurde.

Nachdem ich meinen Aufenthaltsort verraten habe, ist die Wettervorhersage halb in deutscher und halb in englischer Sprache. Der Bot zeigt mir das aktuelle Wetter sofort an.

Auch die Vorhersage für die nächsten Tage lässt sich problemlos anzeigen. Dabei kann der Bot sogar eine stündliche Übersicht liefern sowie auch die Mondphase, Windgeschwindigkeit und auch Regenwahrscheinlichkeit.

Nicht beeindruckend, aber der Bot erfüllt seinen Zweck. Nach diesem kurzen Test kann ich mir bereits vorstellen, auf meine meist unzuverlässigen Wetter-Apps zu verzichten und stattdessen diesen – oder einen der vielen weiteren  – Wetter-Bots zu nutzen.

Trend-Analyse in Echtzeit

Als nächstes teste ich den sogenannten Trending Bot. Dieser verspricht die aktuellen Trends von Google-Suchangaben, Tweets, YouTube- sowie Vimeo Videos für uns  herauszufiltern. Bei jeder Trend-Nachfrage kann ich mir ein Land aussuchen. Wer sich jedoch lediglich für deutsche Trends interessiert, kann ein favorite country auswählen. (Sie sehen, auch dieser Bot spricht lediglich Englisch.)

Nachdem ich alle Funktion getestet habe, bin ich auch von diesem Bot –mehr oder weniger – überzeugt. Er hält, was er verspricht und versorgt mich mit Trends, ohne von Google zu Twitter und Youtube wechseln zu müssen. Auch diesen Bot werde ich wohl erstmal behalten, wobei er mich noch nicht aus den Socken haut.

Kalender und Notiz-Apps aufgepasst – die Chatbots kommen!

Der erste Chatbot, der mich in unserem Test begeistert, ist DeLorean. Mit diesem Bot lassen sich Notizen und vor allem Termine einplanen. Auch hier muss ich zunächst Sprache und Ort eingeben, bevor es losgeht. Und wie auch der Wetter-Bot spricht mich DeLorean mit Namen an und fragt höflich: „What can I do for you?“.  Nachdem ich erst angegeben habe, an was mich der Chatbot erinnern soll, kann ich mich für eine Uhrzeit entscheiden, wann ich an das Dinner erinnert werden möchte. Ein einfaches 13.00 reicht jedoch nicht aus. Ich werde darauf hingewiesen, dass mein Format nicht passt und sofort werden mir alle möglichen Formate angezeigt. Und Schwups schon ist der Eintrag eingespeichert und ich werde auch brav um 13 Uhr per Message an das Essen mit Kollegen erinnert.

Auch Termine in der späteren Zukunft können bereits terminiert werden. Das finde ich wirklich super, da dieser Chatbot Tools wie Wunderlist oder gar den Kalender zum Teil überflüssig macht.

Englisch Lernen mit einem Bot?

Mit dem Chatbot Andy möchte ich versuchen, mein Englisch aufzufrischen. Zunächst bin ich erstaunt, wie schnell und flüssig die Antworten und Fragen des Chatbots kommen. Denn kaum habe ich mein  erstes „hey“ eingetippt, erscheint auch schon die Antwort. Dann fragt mich Andy immer wieder recht merkwürdige Fragen wie „How does fashion affect people’s lives?“. Aber eine richtige Konversation kommt nicht zustande. Die Antworten von Andy sind eher einsilbig und passen nicht immer zu meinen Fragen. Es gibt jedoch zahlreiche Spielereien, die vor allem bei Zugfahrten die Zeit vertreiben.

So kann ich spielerisch mit Andy lernen, indem ich beispielsweise die englischen Bezeichnungen der Emojis aufschreiben muss.

Ein Ersatz für einen Englischkurs ist Andy jedoch nicht. Bereits nach wenigen Tagen habe ich den Spaß daran verloren, mit Andy zu üben. Außerdem kann ich keine Grammatik mehr mit dem Chatbot üben, ich werde stattdessen auf die Andy App hingewiesen, in der das Lernen weitergesetzt werden könnte. Hier sind Chatbots wohl kein guter Ersatz für Apps.

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Marina Vogt

In unserem Blog informiere ich Sie über neue Entwicklungen und Trends der Contact Center Branche. Außerdem halte ich Sie über die CCW, die internationale Kongressmesse im Bereich Kundeservice, auf dem Laufenden. Ich freue mich über Ihre Fragen oder Anregungen zu meinen Beiträgen.

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