„Daten sind das neue Gold“ & DSGVO – wie passt das zusammen?

DSGVO GDPR Ali Baccouche

Daten sind die neue Zukunft, wir benötigen sie für das Antrainieren einer Künstlichen Intelligenz, für eine bessere Kundenansprache, für ein zielgerichteteres Marketing. Doch wie passt das mit der DSGVO zusammen? Darüber haben wir mit Ali Baccouche, dem Datenschutzbeauftragten im Raum EMEA des US-amerikanischen Technologieunternehmens Texas Instruments gesprochen.

Ali Baccouche ist Informationssicherheits- und Datenschutzbeauftragter für Texas Instruments. Er ist für das Unternehmen im Raum EMEA für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und die Verwaltung  von Informationen verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehört, die Datenstrategie von Texas Instruments als ein Element der Produkt- und Geschäftsstrategie des Unternehmens zu entwickeln.

Bevor er zu Texas Instruments kam, war Ali Baccouche zwölf Jahre lang bei AXA. Dort beriet er das obere Management in Sicherheits- und Datenschutzfragen, beispielsweise bei Risikobewertungen für verschiedene strategische Geschäftsprojekte.

Vor seiner Zeit bei AXA arbeitete Ali vier Jahre lang als International Network Development Manager bei Cable & Wireless USA (jetzt Vodafone). Er war für die Entwicklung und Implementierung der globalen Netzwerkerweiterungs- und Investitionspläne von Cable & Wireless in Asien-Pazifik und Südamerika verantwortlich.

Ali hat seinen Bachelor in Biochemie an der University of Virginia und einen MBA in Management Information Systems an der George Mason University erworben.

Er ist Mitglied der IAPP und der ISACA. Er hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen zu verschiedenen Sicherheits- und Datenschutzthemen.

DSGVO als Chance

Daten sollen das neue Gold sein, aber vor allem in Europa macht es die DSGVO zunehmend schwierig, Kundendaten zu erfassen und sinnvoll zu nutzen. Welche Möglichkeiten bieten sich für den Kundenservice?

Ich glaube, dass die DSGVO die perfekte Gelegenheit ist, eine bessere Kontrolle über Daten, dem Kapital eines jeden Unternehmens, zu ermöglichen. Ein gut aufgebautes Datenmanagement kann dabei helfen, Produkt-Roadmaps aufzubauen, indem es bessere Einblicke in die Kundendaten bietet, was wiederum eine höhere Rendite für Marketingausgaben bedeutet.

Langfristig werden diejenigen Unternehmen, die diese Kulturverschiebung am erfolgreichsten umsetzen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber denjenigen haben, die sich weniger engagieren.

Tipps für KMUs

Was müssen kleine und mittlere Unternehmen in Bezug auf die DSGVO beachten? Können Sie uns drei konkrete Tipps geben?

Auch jenseits der DSGVO sollte die verantwortungsvolle Datenverarbeitung ein Grundprinzip für jedes Unternehmen sein. Jetzt, da die DSGVO in Kraft ist, sollten kleine und mittlere Unternehmen proaktiv tätig werden, indem sie:

  1. neue Leitlinien überwachen,
  2. die Datenaufzeichnung des Unternehmens auf den neuesten Stand bringen und verwalten,
  3. den Datengebrauch kontinuierlich überprüfen,

um die wichtigsten Vorteile der DSGVO zu nutzen. Diese sind:

  • die Datensicherheit erhöhen
  • die Kundenorientierung verbessern
  • das Vertrauen der Kunden in die Marke stärken

Daten als Grundlage für Künstliche Intelligenz

Wie können Unternehmen Ihrer Meinung nach gute Daten für Chatbots und KI generieren?

Meiner Meinung nach können Unternehmen qualitativ hochwertige Daten generieren, um Chatbots und KI zu unterstützen, indem sie zunächst sicherstellen, dass ihre Daten gut strukturiert und zentral verwaltet (in einem System) und zugänglich sind.

Mit den richtigen Tools können sie die Qualität der Daten verbessern und somit die Effizienz steigern. Sie bieten auch den Vorteil, die anfänglichen und laufenden Kosten für die Verwaltung dieser Daten zu senken. Denn oft sind ohne entsprechende Tools ständige Anpassungen erforderlich, um auf dem neuesten Stand zu bleiben oder wenn sich die Anforderungen ändern, regelmäßige Überprüfungen und Wartung.

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Den Original-Beitrag in englischer Sprache finden Sie auf der englischen Version unseres Blogs.



Silke Ritter

Ich bin als Blog-Autorin, Webinar-Moderatorin und Video-Produzentin beim CCW-Veranstalter Management Circle tätig. Seit 2012 gehöre ich zum CCW-Team und habe zuvor nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr gelungenen, modernen Kundenservice.

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