So gewinnen Sie die Generation Y als Mitarbeiter

Im Februar stellte die CCW unter anderem die unternehmerische Herausforderung des demografischen Wandels in den Fokus und die daraus resultierende Frage: Wer sind unsere künftigen Mitarbeiter? Antworten lieferte einer, der selbst Teil der aufstrebenden Generation Y ist: Unternehmensberater, Autor und Digital Native Philipp Riederle.

„Ihr seid die letzte analoge Generation!“

Die Generation Y ist von Beginn an mit dem Digitalen aufgewachsen. Sie kannte die Welt nie anders. Sie ist die erste digitale Generation. Diese Tatsache stellt Riederle als das relevante Unterscheidungsmerkmal zu den vorhergehenden Generationen heraus. Im Umkehrschluss hält er pragmatisch fest: es wird nie wieder eine analoge Generation geben.

Alles, was wir je wissen wollten, war immer nur wenige Mausklicks entfernt. Wir kennen oder finden jede Möglichkeit, die uns offen steht; wir fanden schon immer für jedes unserer Probleme blitzschnell eine Lösung online.

Als Kehrseite der Medaille habe sich aber auch eine große Sehnsucht seiner Generation nach Orientierung im globalen Dschungel entwickelt. Mit all ihren Auswirkungen darauf, welche Anforderungen sie an das Arbeitsleben stellt. Nach wie vor ranken sich die Mythen um die junge Generation, die derzeit selbstbewusst auf den Arbeitsmarkt strömt: Sie habe ein hohes Anspruchsdenken, respektiere keine Hierarchien, sei illoyal und sprunghaft. Riederle räumt mit den Vorurteilen auf: „Unsere Generation will arbeiten, wir sind leistungsbereit. Doch wenn wir in ein Unternehmen kommen, das sagt, ‘Wir haben Digitalisierung verstanden‘, reicht es nicht, wenn der Chef lediglich keine Krawatte mehr trägt.“

Wachsen ist das neue Ankommen

Tatsächlich müssen Unternehmen umdenken, wenn sie die Generation der – je nach Definition – ab 1980/1985 geborenen erreichen will. Riederle legt eindrucksvolle Zahlen vor: Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der unter 30-jährigen habe sich in den letzten 10 Jahren von im Schnitt 800 auf 300 Tage mehr als halbiert. „Aber nicht, weil wir da Bock drauf haben!“ stellt er klar. “Wir suchen im Arbeitsleben noch immer nach Sicherheit! Das hat sich zwischen den Generationen nicht verändert. Verändert hat sich die Art und Weise, wie wir Sicherheit definieren!“ Es seien nicht mehr Status und Macht, führt Riederle aus, sondern die persönliche Entfaltung durch den Job.

Wenn man uns fragt: wo findet ihr Sicherheit im Arbeitsleben? Dann sagen wir: wir wollen eine gute Zeit haben, viele Erfahrungen machen, Neues lernen.

Also Sinn und Selbstverwirklichung statt Dienstwagen und 0815-Job. Die jungen Kollegen der Generation Y, und auch die der bereits nachfolgenden Generation Z, fordern diesen Wandel vehement für sich ein – und haben die „Silent Revolution“ der Arbeitswelt damit längst ins Rollen gebracht.

Zukunftsfähige Personalentwicklung im Kundenservice

Wir zeigen Ihnen, mit welchen Mitteln Sie alle Mitarbeiter Ihres Kundenservice wieder motivieren können. Dabei werfen wir auch einen Blick in die Zukunft des Service Centers und gehen der Frage nach, ob die Angst nach dem Verlust des Arbeitsplatzes begründet ist.

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