Warum auch Internetgiganten wie Google, Amazon und Co. scheitern können

Scheitern

"Für den Durchschnittsnutzer sind Laptops unnütz und es gibt auch kaum Software dazu!"

Steve Jobs, Mitgründer und langjähriger CEO von Apple, 1985

"Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt."

Thomas Watson, CEO von IBM, 1943

"Internet ist nur ein Hype!"

Bill Gates, Mitgründer von Microsoft, 1981

Wer diese Zitate heute liest, muss sicherlich schmunzeln. Wie sehr sich doch Experten und Gurus täuschen können. Und sie können sich nicht nur täuschen, sie können auch mit ihren erfolgsversprechenden Projekten scheitern und dabei Milliarden in den Sand setzen. Warum das aber auf dem Weg zu Innovationen dazugehört und wo genau die Internetgiganten von heute bereits gescheitert sind, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weitermachen

KroneIn vielen Ländern wie den USA gehört das Scheitern schon zum guten Ton. Innovationsexpertin Verena Fink berichtet sogar, dass das Pivoting – die radikale Wendung nach einer schlechten Erfahrung mit der eigenen Erfindung oder dem Geschäftsmodell – zum Muss im Silicon Valley wird und Investoren gezielt nach solchen Ereignissen fragen.

Davon können Unternehmer und Startups in Deutschland momentan nur träumen. Hierzulande wird das Scheitern oft noch als Makel betrachtet und gescheiterte Unternehmer haben jahrelang mit Häme und Spott zu kämpfen. Dabei ist eine positive Fehlerkultur sehr wichtig in unserem digitalen Zeitalter. Denn das Entwickeln von Innovationen ist immer mit einem Risiko verbunden.

Etablierte Unternehmen machen das Scheitern vor

Machen Sie es nicht wie viele etablierte Unternehmen, die zwar eine tolle Idee haben, diese aber aus Furcht nicht umsetzen. Wussten Sie beispielsweise, dass Kodak bereits 1975 die erste digitale Kamera, Blackberry bereits vor Apple ein Smartphone und HP einen E-Reader vor dem Amazon Kindle entwickelt hat?

Und auch die Internetgiganten unserer Zeit wie Google, Amazon und Microsoft sind nicht vor dem Scheitern gefeit. Vielmehr arbeiten diese Unternehmen an zahlreichen Projekten gleichzeitig, von denen logischerweise nicht jedes zu einer Sensation heranwachsen kann.

Daran scheiterten Google und Co.

1

Google und sein Misserfolg mit sozialen Netzwerken und Messengern

Nicht vollkommen gescheitert, aber sehr stark hinter den Erwartungen zurückgeblieben, ist GooglePlus. Das soziale Netzwerk wird von kaum jemandem genutzt und der Konzern selbst hat die zwingende Bindung eines Gmail-Kontos an ein GooglePlus-Profil beendet. Auch mit den Messengern scheint Google kein Glück zu haben. Unzählige Male wurden verschiedene Ansätze ausprobiert, doch bis jetzt ohne Erfolg, weder mit Hangouts noch mit dem neuen Messenger Allo.

2

Smartphone und Google Glass – zum Scheitern verurteilt?

Auch im Bereich Smartphones hat Google sich noch nicht gegen seine Konkurrenten durchsetzen können. Die Nexus-Smartphones wurden von verschiedenen Anbietern wie Motorola und LG produziert – ohne Erfolg. Das Google Pixel soll das nun ändern. Aber seien wir mal ehrlich: Wie viele Menschen kennen Sie, die ein solches Smartphone besitzen?

Der größte und wohl bekannteste Flop von Google ist aber Google Glass. Nach der ersten Präsentation der smarten Datenbrille wurde ein Hype ausgelöst, die Erwartungen der Kunden konnten schlussendlich aber nicht gehalten werden. Im privaten Bereich war die Datenbrille gescheitert, doch es hat sich ein neues Geschäftsmodell herauskristallisiert: Google Glass für Unternehmen.

3

Amazons Fire Phone lässt Kunden kalt

Auch Amazon scheint keinen Erfolg im Smartphone Segment zu haben. Das Fire Phone, welches an Amazon Dienste geknüpft war und die Kunden damit einschränkte, stieß auf wenig Kundenbegeisterung. Dennoch sieht Amazons Chef Jeff Bezos diese Erfahrung nicht als schlecht an:

„Ich habe bei Amazon Milliarden Dollar in den Sand gesetzt. Aber mein Job ist es, die Leute zu ermuntern, kühn zu sein. Und wenn du kühne Wetten eingehst, führt das zu Experimenten. Experimente tragen das Scheitern schon in sich.“

Machen Sie es wie die Big Player und scheitern auch Sie!

Es gibt zahlreiche weitere Beispiele für Misserfolge von etablierten Unternehmen. Denken Sie hierbei nur an Microsofts Chatbot Tay, der innerhalb eines Tages zum Rassisten wurde oder an die Anfänge von Facebook, das eigentlich als Datingplattform gedacht war.

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Marina Vogt

In unserem Blog informiere ich Sie über neue Entwicklungen und Trends der Contact Center Branche. Außerdem halte ich Sie über die CCW, die internationale Kongressmesse im Bereich Kundeservice, auf dem Laufenden. Ich freue mich über Ihre Fragen oder Anregungen zu meinen Beiträgen.

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